Orgel

Jeden Sonntag bereichern unsere Organistinnen und Organisten auf der Orgel den Gottesdienst und begleiten uns beim Singen der Kirchenlieder. Wir haben in unserer Kirchengemeinde fünf Organistinnen und Organisten:

Antonella Ingrisch, Andrea Kasch, Franziska Kasch, Klaus Meier, Klaus Schuster

Wissenswertes rund um unsere Orgel:

Bildrechte: beim Autor

Seit 19.12.2004 hat die Kirchengemeinde Gräfenberg eine Metzler-Orgel der Firma Metzler Orgelbau AG in Dietikon bei Zürich.

Die Disposition hat einen barocken Charakter, lehnt sich aber bewusst nicht an einen bestimmten historischen Typ an. Aus Elementen verschiedener Orgelbauschulen entstand ein neuer, vielseitiger Orgeltyp:

  • Norddeutschland: der kräftige, strahlende und durchsichtige Principalchor (einschließlich Sesquialtera) im Hauptwerk

  • Süddeutschland: Die Vielfalt der Flötentypen, sowie Streicherstimmen auf jedem Manual

  • Frankreich: Das Grand jeu im Positiv, bestehend aus Trompete 8´und den weiten Aliquoten (zerlegter Cornett)

Durch diese verschiedenen Elemente können auf dieser Orgel neben der gesamten barocken Orgelliteratur auch viele kleinere und mittlere Werke der Romantik und der Moderne in durchaus adäquaten Klangfarben gespielt werden.

Die Gräfenberger Metzler-Orgel hat eine bisher noch nie realisierte Konzeption:

Im sichtbaren Hauptgehäuse befindet sich das Hauptwerk. Durch einen Stimmgang getrennt steht dahinter ein zweites Gehäuse, worin auf einer gemeinsamen Windlade Positiv und Pedal untergebracht sind. Da im Hintergehäuse die Windlade viel tiefer gelegt werden kann als vorne, lässt sich dort die ohnehin knappe Raumhöhe viel besser ausnützen, was zu folgenden markanten Vorteilen  führt:

  • Im Positiv können alle 8´-Register ab C in offener Bauweise ausgeführt werden

  • Im Pedal kann die Posaune 16´ab F in voller Länge gebaut werden

  • Die Zwillingslade ermöglicht den Bau von Transmissionen, was dem Organisten bei gleichbleibender Pfeifenzahl wertvolle zusätzliche Registriermöglichkeiten gibt

  • Das große Gehäusevolumen hilft der Klangentfaltung der Positivregister, so dass zwischen HW und Positiv eine gleichberechtigte Dualität entsteht

Die Gehäuse sind aus naturbelassener Eiche in Massivbauweise konstruiert und mit aufwändiger Profilierung dem Stil der Kirche angepasst. Spiel- und Registertraktur sind in traditioneller Art rein mechanisch gebaut. Dies gewährleistet nicht nur größte Betriebssicherheit, sondern ist auch für eine subtile Artikulation der Organisten unabdingbar.

Die Orgel besitzt 19 Register und 3 Transmissionen, verteilt auf zwei Manuale und Pedal. Dies ergibt 1182 handgefertigte Pfeifen aus Metall (Zinn und Blei) und Holz.

Orgelbaumeister Andreas Metzler (Dietikon CH)